"Lausitzer Jägerschule" - Vorbereitung zur staatlichen Jägerprüfung -
Ausbildungsinhalte

Jäger
sein heißt:

Verantwortung übernehmen gegenüber der Natur, dem Wild,
seinen Mitmenschen und natürlich gegenüber sich selbst.


Die theorethische und praktische Jagdausbildung richtet sich nach der Prüfungsordnung zur Jägerprüfung in Sachsen vom 27.August 2012.  Das zur Verfügung stehende Ausbildungsmaterial unterliegt der ständigen Weiterentwicklung und entspricht somit immer dem neuesten Stand der jagdlichen Forschung. Greifbar und anschaulich ergänzt wird die Theorie durch Präparate und jagdliches Anschauungsmaterial. Weitere Informationen zum Jagdrecht und Jagdvorschriften finden Sie beim Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Sachsen.

Ausbildungsinhalte

I) schriftliche Jägerprüfung

1. Jagdkunde:
Tierarten, Wildbiologie, Wildökologie, Jagdbetrieb einschließlich Jagdhundewesen, Wildschadensverhütung,
Land- undWaldbau sowie Naturschutz und Biotoppflege,

2. Waffenkunde:
Waffenrecht, Waffentechnik und Führen von Jagdwaffen einschließlich Faustfeuerwaffen,

3. Verbraucherschutz:
Wildbrethygiene, Wildkrankheiten und Wildverwertung,

4. Recht:
Jagd-, Naturschutz- und Landschaftspflegerecht, Tierschutzrecht sowie weitere einschlägige Rechtsbereiche.


II) Schiessprüfung

Das jagdliche Schießen besteht aus den Disziplinen Rehbock, Keiler undWurftaube. Geschossen wird nach der Schießstandordnung in der am 1. Januar 2010 geltenden Fassung und der Schießvorschrift in der am 1. März 2011 geltenden Fassung des Deutschen Jagdschutzverbandes e. V. – Vereinigung der deutschen Landesverbände, zu beziehen über den Deutschen Jagdschutzverband, Friedrichstraße 185/186, 10117 Berlin.
Die Prüfung im jagdlichen Schießen besteht, wer die Sicherheitsvorschriften einhält und mindestens folgende Ergebnisse erzielt:
1. Rehbock:
Bei fünf Schuss auf eine Rehbockscheibe (DJVWildscheibe Nummer 1, Anhang 4 der Schießvorschrift
des Deutschen Jagdschutzverbandes e. V.) müssen aus 100 m Entfernung sitzend aufgelegt mit einem auf Rehwild zugelassenen Kaliber und mit beliebiger Visierung und Optik vier Treffer erzielt werden. Als Treffer zählt der getroffene neunte und zehnte Ring; ein angerissener Ring gilt als getroffen. Dem Bewerber ist der Sitz des ersten Schusses anzuzeigen.  
2. Keiler:
Bei fünf Schuss auf eine Keilerscheibe (DJV-Wildscheibe Nummer 5, Anhang 4 der Schießvorschrift des Deutschen Jagdschutzverbandes e. V.) mit einem auf Rehwild zugelassenen Kaliber müssen auf eine Entfernung von 50 m stehend freihändig aus dem jagdlichen Anschlag mit oder ohne Optik drei Treffer erzielt werden. Als Treffer zählt der getroffene dritte bis zehnte Ring; ein angerissener Ring gilt als getroffen. Dem Bewerber ist der Sitz des ersten Schusses anzuzeigen.
3. Wurftaube:
Auf fünfzehnWurftauben müssen im Trap- oder Skeetschießen mit höchstens 2,5 mm Schrotstärke vier Treffer erzielt werden. Als Treffer gilt, wenn von der Wurftaube mindestens ein deutlich sichtbares Stück abspringt. (2) Nicht bestandene Disziplinen dürfen im Verlauf der Schießprüfung einmal wiederholt werden.

III) mündlich-praktische Prüfung:

(1) In der mündlich-praktischen Prüfung werden das theoretische Wissen und das praktische Können ermittelt. Der Bewerber hat in jedem Prüfungsfach mindestens ausreichende Leistungen zu erbringen. Eine Leistung ist ausreichend, wenn sie trotz einzelner Mängel durchschnittlichen Anforderungen entspricht.

(2) Die mündlich-praktische Prüfung wird zusammenhängend von zwei Prüfern abgenommen. Sie stellen übereinstimmend fest, ob eine Prüfungsleistung ausreichend ist.

(3) Mehr als drei Bewerber dürfen nicht gemeinsam geprüft werden. Die Prüfungsdauer beträgt je Bewerber und Prüfungsfach höchstens 15 Minuten. Nach der Prüfung von zwei Prüfungsfächern ist eine angemessene Pause einzulegen.